Am noch immer schwer bewachten US-Kapitol in Washington ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in zwei Polizisten gefahren und hat anschließend eine Straßenbarriere gerammt. Einer der Beamten wurde getötet, ein weiterer verletzt, wie die Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, erklärte. Der Fahrer, der mit einem Messer aus dem Wagen stieg, wurde erschossen, wie sie weiter berichtete. Er habe zuvor nicht auf Warnrufe der Sicherheitskräfte reagiert.

Der Polizeichef der Hauptstadt, Robert Contee, erklärte, ersten Erkenntnissen zufolge scheine die Tat keinen terroristischen Hintergrund zu haben. Der nach dem Angriff von Polizeibeamten erschossene Verdächtige sei der Polizei nicht bekannt gewesen.

Wegen des Zwischenfalls an der sogenannten nördlichen Barrikade seien umliegende Straßen gesperrt worden, hieß es. Präsident Joe Biden hatte kurz vor dem Zwischenfall das Weiße Haus verlassen, um nach Camp David zu fahren. Er wurde umgehend informiert.

Sicherheitssperren am Kongressgebäude in Wahington

Zweieinhalb Monate nach dem Sturm auf das Kapitol

Am 6. Januar hatten radikale Anhänger des früheren US-Präsidenten Donald Trump das Kongressgebäude gewaltsam gestürmt. Im Zuge der Ausschreitungen in der US-Hauptstadt kamen insgesamt fünf Menschen zu Tode. Die Kapitol-Polizei geriet danach in die Kritik, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten.

Erst vor etwa einer Woche waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Kapitol gelockert worden. Der äußere Zaun, der das Areal um den Kongresssitz abgeschirmt hatte, wurde abgebaut. Straßen, die innerhalb dieses Kreises lagen und abgesperrt waren, wurden wieder geöffnet. Der innere Zaun rund um das Kongressgebäude blieb aber stehen. Die Kapitol-Polizei betonte, sie sei jederzeit bereit, die Sicherheitsvorkehrungen sofort wieder hochzufahren, falls das nötig sein sollte.

Sturm auf die Machtzentralen: Blick in die Geschichte:

Das Kapitol in Washington

Die…