Eine neue Studie hat ergeben, dass mindestens 55 der größten US-Unternehmen im vergangenen Jahr keine Bundessteuern auf Gewinne in Milliardenhöhe gezahlt haben. Das berichtet die »New York Times«.

2017 hatte die republikanische Mehrheit im Kongress ein umfassendes Steuergesetz verabschiedet, das der damalige US-Präsident Donald Trump unterzeichnete. Es sah vor, die Unternehmensteuer von 35 auf 21 Prozent zu senken. Doch Dutzende Konzerne konnten ihre Steuerbelastung offenbar dank einer Reihe von gesetzlichen Abzügen und Befreiungen, die laut der Analyse zu einem festen Bestandteil der Steuergesetzgebung geworden sind, noch viel weiter senken – manchmal auf null.

Die Studie stammt dem Bericht zufolge vom Institut für Steuern und Wirtschaftspolitik, einer nach links tendierenden Forschungsgruppe in Washington. 26 der aufgeführten Unternehmen, darunter FedEx, Duke Energy und Nike, konnten demnach in den vergangenen drei Jahren die Zahlung von Bundessteuern vermeiden, obwohl sie Erlöse in einer Gesamthöhe von 77 Milliarden US-Dollar meldeten.

Eine Duke-Energy-Sprecherin teilte der »New York Times« mit, das Unternehmen halte die Steuergesetze vollständig ein. Die Bonusabschreibung, die Investitionen in Bereiche wie erneuerbare Energien fördern soll, habe »dazu geführt, dass die Bargeldsteuerverpflichtungen von Duke auf zukünftige Perioden verschoben, jedoch nicht beseitigt wurden«. Dem Bericht zufolge handelt es sich um neun Milliarden US-Dollar, die in Zukunft an Steuern gezahlt werden.

FedEx, ein Logistikkonzern mit einem weltweiten Umsatz von rund 69 Milliarden Dollar (2020), soll laut »NYT« ein Gesetz genutzt haben, das Unternehmen dabei helfen soll, durch die Corona-Pandemie verursachte Verluste im Jahr 2020 mit in den Vorjahren erzielten Gewinnen zu verrechnen.

Der neue US-Präsident Joe Biden plant eine Erhöhung der Unternehmensteuern von 21 auf 28 Prozent, über 15 Jahre gestreckt, gekoppelt mit Anreizen für einheimische Produktion. Dieser »Made in…