Wegen der Corona-Pandemie durften nur etwa 150 Geistliche, Ordensfrauen und Laien zu dem Gottesdienst in den Petersdom in Rom. Zu Beginn betete Papst Franziskus minutenlang auf dem Boden ausgestreckt vor dem Altar.

Die Liturgie wurde – wie bereits im ersten Corona-Jahr – wieder angepasst: Die Reihe der zehn großen Karfreitags-Fürbitten enthielt eine elfte – für alle, die unter der Pandemie leiden. Darin erbat die Gemeinde Trost und Kraft für Erkrankte, medizinisches Personal sowie Erlösung für die Verstorbenen.

Minutenlang betet Franziskus vor dem Altar

Der Prediger des Papstes, Kardinal Raniero Cantalamessa, kritisierte in seiner Ansprache „schuldhafte“ Spaltungen innerhalb der Kirche. „Die katholische Brüderlichkeit ist verwundet!“, sagte der Kapuzinerpater und forderte Gegenmaßnahmen. Nicht das Dogma, Sakramente oder die Ämterfrage sorgten für Zerwürfnisse unter Katholiken. Die eigentliche Ursache liege „in politischen Erwägungen, die sich zu Ideologien auswachsen“. Dabei gerieten religiöse und kirchliche Belange zusehends aus dem Blick. In vielen Teilen der Welt sei dies bittere Realität, auch wenn es geleugnet werde.

Der für den Kreuzweg stimmungsvoll erhellte Petersplatz

Auch der traditionelle Kreuzweg am späten Freitagabend erfolgte – wie im Jahr zuvor – mit drastisch reduzierter Teilnehmerzahl. Er war vom römischen Kolosseum auf den abgesperrten Petersplatz verlegt worden. Beim Kreuzweg wird traditionell der Weg von Jesus in den Tod am Kreuz und ins Grab nachgestellt. Nach dem Willen des Papstes verfassten in diesem Jahr Kinder und Jugendliche dafür Texte und malten Bilder.

Nur wenige Gläubige dürfen wegen der Pandemie am traditionellen Kreuzweg teilnehmen

Vor der Corona-Zeit zählte die von Kerzen erhellte Zeremonie vor dem antiken Amphitheater zu den stimmungsvollsten Momenten der römischen Osterfeierlichkeiten.

Auch die Osternacht wird wie schon im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen zelebriert werden. Wegen der…