Übergangslager „Mavrovouni“
EU-Kommissarin besucht Flüchtlingslager auf Lesbos – und wirft Griechen Pushbacks vor

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EU-Kommissarin Ylva Johansson machte bei ihrem Besuch im sogenannten Übergangslager „Mavrovouni“ Druck auf den griechischen Minister für Migration Notis Mitarachi. Es ging um mutmaßliche „Pushbacks“ der Küstenwache.

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Mit einem Hubschrauber landete EU-Kommissarin für Inneres Ylva Johansson Anfang dieser Woche im sogenannten Übergangslager „Mavrovouni“ auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kara Tepe auf Lesbos. Johansson durchquerte die Gassen der Zeltsiedlung, gefolgt wurde sie von Sicherheitskräften und zahlreichen Bewohnern. Rund 7.000 Menschen, darunter viele Kinder, Schwangere und Kranke leben hier, seitdem das Camp Moria im vergangenen Jahr abgebrannt war. Johansson war nicht hergekommen, um sich mit den vielen Geflüchteten ablichten zu lassen, sondern um Druck auf die griechischen Behörden zu machen. Griechenland könne – Zitat – „mehr machen“, um den jüngsten Anschuldigungen des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, der türkischen Regierung und mehreren Hilfsorganisationen auf den Grund zu gehen. Den Vorwürfen zufolge würden griechische Grenzbeamte Boote mit fliehenden Menschen angreifen, sie zurück in türkische Gewässer treiben oder sie auf dem offenen Meer zurücklassen. „Nun ich muss sagen, dass ich sehr besorgt über die UNHCR-Berichte bin und es einige Einzelfälle gibt, in die es mal reinzuschauen gilt. Das ist ein Thema, das bereits viele Male Herrn Notis und einigen seiner Kollegen vorgehalten wurde und ich denke, bei dem die griechischen Behörden mehr machen können, wenn es um die Untersuchung und Aufklärung von Pushbacks geht.“ Ihr Gegenüber, Griechenlands Minister für Migration Notis Mitarachi, sagte zu den Vorwürfen: „Wir bestreiten…