Im Gegensatz zu zahlreichen europäischen Ländern, darunter Deutschland, haben die USA den Corona-Impfstoff von AstraZeneca bisher nicht freigegeben. Dieser ist günstig und leichter zu lagern als andere Präparate – allerdings gibt es immer wieder Bedenken wegen möglicher Nebenwirkungen.

Nun hat sich der US-Seuchenexperte Anthony Fauci zu dem Stoff geäußert. Er glaubt, dass die USA den AstraZeneca-Impfstoff nicht brauchen werden, selbst wenn er in den Vereinigten Staaten zugelassen werden würde. Fauci berät unter anderem das Weiße Haus in Corona-Fragen.

Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten sagte der Nachrichtenagentur Reuters: »Mein allgemeines Gefühl ist, dass wir angesichts der vertraglichen Beziehungen, die wir mit einer Reihe von Unternehmen haben, genug Impfstoff haben, um alle unsere Bedürfnisse zu erfüllen, ohne AstraZeneca in Anspruch zu nehmen.«

In Deutschland wird der Stoff des schwedisch-britischen Konzerns nach einer Zwangspause wieder verabreicht. Allerdings hatte die Bundesregierung am Dienstag beschlossen, das Vakzin nur noch an Menschen über 60 Jahren zu verimpfen.

Hintergrund sind Thrombose-Fälle vor allem bei jüngeren Frauen. Bei 2,7 Millionen verabreichten AstraZeneca-Dosen wurden 31 Verdachtsfälle einer sogenannten Hirnvenenthrombose gemeldet. Jüngere Menschen in den Impfgruppen eins und zwei könnten »gemeinsam mit dem impfenden Arzt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung entscheiden, mit AstraZeneca geimpft werden zu wollen«, hieß es in dem Beschluss.

Nach dem Inkrafttreten der neuen Altersempfehlung für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca hat die Ständige Impfkommission jüngeren Geimpften ein anderes Vakzin für die Zweitimpfung empfohlen. Unter 60-Jährigen solle nach zwölf Wochen anstelle der zweiten AstraZeneca-Impfstoffdosis eine Dosis der Vakzine von Biontech/Pfizer oder Moderna verabreicht werden, teilte das Gremium am Donnerstag…