Wirtschaftspolitik
Neue Milliarden: Bundesregierung legt bei Coronahilfen nach

Die Corona-Krise geht den Unternehmen mit der Zeit an die Substanz, sagt Finanzminister Olaf Scholz. Foto: Hannibal Hanschke/Reuters/Pool/dpa

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Gastgewerbe, Einzelhandel und der Tourismus: Das sind Branchen, die unter Schließungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus leiden. Für Firmen gibt es nun neue Zuschüsse.

Die Bundesregierung will angesichts der anhaltenden Corona-Krise besonders belastete Unternehmen mit zusätzlichen milliardenschweren Hilfen stützen. Sie sollen einen neuen Zuschuss bekommen.

Auch beim Kerninstrument der Hilfspolitik, der Überbrückungshilfe III, sind Verbesserungen geplant, wie das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt das Volumen der neuen Hilfen insgesamt bei einem höheren zweistelligen Milliardenbetrag bis maximal 50 Milliarden Euro.

Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Konkret ist das geplant für Firmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben.

Die neue Hilfe ist eine Reaktion darauf, dass viele Firmen laut Verbänden ihre finanziellen Reserven aufgebraucht haben. Der Zuschuss soll zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt werden – auf Basis der bestehenden Plattform, um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten.

Der Bund hatte bei den Beratungen mit den Regierungschefs der Länder in der vergangenen Woche zusätzliche Corona-Hilfen für besonders belastete Firmen angekündigt. Finanz- sowie Wirtschaftsministerium hatten in den vergangenen Tagen über die neuen…