Der Union stehen entscheidende Tage bevor. Zwischen Ostern und Pfingsten soll geklärt werden, wer CDU und CSU als Kanzlerkandidat in den Bundestagswahlkampf führt. Es gilt als ausgemacht, dass die Wahl auf einen der beiden Parteichefs fällt: auf den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet oder CSU-Chef Markus Söder.

In der CDU wird nun inzwischen auch ein dritter Name ins Spiel gebracht: der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Ralph Brinkhaus. Das sagten mehrere Unionsabgeordnete aus dem Bundestag und Landesparlamenten dem SPIEGEL.

Michael von Abercron, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Schleswig-Holstein, sagte, er halte Söder für eine gute Option. Aber wenn Brinkhaus antrete, wäre dies eine charmante Alternative. »Geeignet wäre Ralph Brinkhaus. Ich bin ein absoluter Fan von ihm, insoweit hätte er meine volle Unterstützung, wenn es tatsächlich zu einer Kandidatur kommen sollte!«

Ähnlich sieht es Sepp Müller, Bundestagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt. »Ralph Brinkhaus hat in unserer Fraktion bei der bedauerlichen Maskenaffäre klar und schnell gehandelt. In der CDU sehe ich ihn im Moment vorn und für mich ist klar, dass er auch für die Kanzlerkandidatur infrage kommen sollte«, sagt Müller.

Uwe Harms, Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt und Kandidat für den Bundestag, sagt: »Ralph Brinkhaus ist als Unionsfraktionsvorsitzender schon bei CDU und CSU geeint. Er setzt in der Bundespolitik die richtigen Signale und bewies in den vergangenen Monaten, dass er ein sehr geeigneter Kanzlerkandidat wäre. Er setzt die richtigen Themen und hat die nötige Kompetenz.«

Offen für einen Kanzlerkandidaten Brinkhaus wäre auch der Landtagsabgeordnete Marc Reinhardt aus Mecklenburg-Vorpommern: »Denkverbote in einer derart schwierigen Lage sollte es für die Kanzlerkandidatur nicht geben.«

Die Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes aus Hessen sagt: »Ralph Brinkhaus hat große Ausstrahlung und ich kann ihn mir als Kanzlerkandidaten gut vorstellen. Entscheidend ist aber letztlich, wem…