Am Anfang trauten sich die Schwedinnen noch häufiger in die Hälfte der Gäste. Grund genug hatten sie nach dem 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel. Doch wer einen Wirbelsturm und massiven Aufholwillen erwartet hatte, der begriff schon nach etwa zehn Minuten: Hier sollte an diesem Abend für den FC Bayern nichts mehr anbrennen. Die Bayern-Frauen gewannen auch das Rückspiel in der Champions League beim FC Rosengard als Gäste mit 0:1.

Beweis der Stärke

Lina Magull, Linda Dallmann und immer wieder Marina Hegering tauchten gefährlich am Strafraum der Schwedinnen auf – die Bayern hatten sich sichtlich vorgenommen, dass hier mehr drin sein würde, als nur ein frühes Gegentor zu verhindern. Und sie krönten ihre beherzte Anfangsphase durch den wunderbaren Kopfballtreffer von Lea Schüller (11.).

Linda Dallmann (Bildmitte) war eine der prägenden Figuren des Spiels

Es sollte bis zur 36. Minute dauern, bis sich die Gastgeberinnen von diesem Beweis der Stärke der Bayern erholt hatten. Da erst tauchte Olivia Schough einmal vor dem Kasten der Münchnerinnen auf, doch diese Aktion und auch der Freistoß zwei Minuten später durch Jelena Cankovic blieb ohne Folgen. Dass der wunderbare Bayern-Treffer durch Linneth Beerensteyn kurz vor der Halbzeit nicht gegeben wurde, weil der Ball vorher die Seitenauslinie hinter sich gelassen hatte, war Glück für Schwedinnen.

Es hätte fünf Treffer gebraucht 

In der zweiten Hälfte kam das Flutlicht, aber die Gastgeberinnen konnten zunächst auch mit dessen Hilfe nicht glänzen. Dass es die Bayern-Spielerinnen daraufhin etwas ruhiger angehen ließen, mochte man den schwarz-rot gekleideten Favoritinnen nicht verdenken. Torfrau Laura Benkarth musste ein-, zweimal eingreifen, und ganz am Ende wackelte der Bayern-Sieg dann doch nochmal. Als auch Münchens Trainer Jens Scheuer ein paar Mal aus der Coaching-Zone bedenklich dreinblickte. Es sprach für die Sicherheit Scheuers, dass er die Leistungsträgerinnen Schüller und Kapitänin Magull im Verlauf…