#StopFundingHate
Nach stern-Recherchen: Unternehmen beenden Werbung auf rechten Webseiten

Dieser Italiener sagt dem Rechtsextremismus den Kampf an.
In seiner Heimatstadt Verona kämpft Pier Paolo Spanizzé gegen Nazi-Symbole an Hauswänden.
Dabei wird er kreativ:
Unter dem Synonym „Cibo“ zückt er einfach die Spraydose – und verwandelt die Schmierereien in Kunst.
So entstehen aus Hakenkreuzen bunte Früchte. 
Nach der Verwandlung sind die rechtsextremen Symbole nicht mehr zu erkennen.
Es kommt vor, dass seine Kunstwerke wieder mit Hakenkreuzen beschmiert werden.
Kein Problem für Cibo: der Graffiti-Künstler malt diese auf ein Neues über.
So gewinnt er den Kampf gegen die Schmierereien. 
Statt rechter Hetze freut sich seine Nachbarschaft über buntes Obst
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von Johannes Röhrig

01.04.2021, 16:31 Uhr

Anzeigen von Unternehmen wie Opel, der NKL oder TUI sind auf rechtsextremen Webseiten gelandet – und finanzieren so indirekt Rassismus und Hass. Oft wissen die Unternehmen nichts davon. Der stern hat sie darauf aufmerksam gemacht

Adidas taucht auf, Opel und der TUI-Schriftzug, die Norddeutsche Klassenlotterie NKL – ja sogar das nordrhein-westfälische Schulministerium ist mit einer Kampagne dabei. Eine Reihe von Unternehmen und Institutionen haben Werbung auf umstrittenen Medienseiten geschaltet – etwa bei der rechtspopulistischen „Epoch Times“ oder beim stramm konservativen englischsprachigen „Breitbart“. Sie finanzieren diese Angebote so zumindest indirekt mit. Das zeigen Recherchen der Aktion #StopFundingHate und des stern.

#StopFundingHate wurde von zwei Werbe-Fachleuten ins Leben gerufen. Die Initiative hatte in den letzten Wochen Anzeigen auf Online-Angeboten des rechten Spektrums dokumentiert. Dabei zeigte sich, dass dort auch immer wieder bekannte Markenhersteller für ihre Produkte werben. Auf der Liste der Initiative tauchen mittlerweile rund 60 Namen auf, darunter der des…