Die Crew der „Open Arms“ steuert jetzt den sizilianischen Hafen von Pozzallo an. Zuvor hatten die italienischen Behörden den Menschenrechtsaktivisten eine entsprechende Erlaubnis erteilt, wie die Hilfsorganisation via Twitter mitteilte. 

In drei Einsätzen am Samstag und Montag hatte das Team der „Open Arms“  insgesamt 219 Menschen im zentralen Mittelmeer in der Nähe von Malta an Bord genommen und um Zuweisung eines Hafens gebeten. Die Migranten waren mit ihren Booten in Seenot geraten. 56 der Flüchtlinge sind minderjährig, 17 davon unter zehn Jahren. Auch 13 Frauen, darunter zwei Schwangere, wurden gerettet, wie die Helfer weiter bekanntgaben. 

Zehn Menschen ließen die italienischen Behörden vorzeitig aus medizinischen Gründen vom Schiff holen, so auch ein siebenjähriges Mädchen und mehrere Familienmitglieder. Das Kind hatte das Bewusstsein verloren und musste reanimiert werden.

Oscar Camps, der Gründer von Proactiva Open Arms

In Pozzallo liegen mehrere Passagierschiffe, auf die die Migranten zunächst umsteigen werden, um dort in Quarantäne zu gehen. Vorher werden sie alle auf das Coronavirus getestet. Auch die Besatzung der „Open Arms“ wird eine Quarantäne einhalten müssen.

se/kle (epd, dpa, kna)