Thüringer Wahlkreis
Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen will für die CDU in den Bundestag – nicht für die AfD

Hans-Georg Maaßen leitete von 2012 bis 2018 das Bundesamt für Verfassungsschutz

© Soeren Stache / DPA

Hans-Georg Maaßen will aus seinem Ruhestand in die Politik: Der frühere Verfassungsschutz-Chef möchte für die CDU bei der Bundestagswahl antreten – und nicht für die AfD, wie zwischenzeitlich vermutet worden war.

Hans-Georg Maaßen, der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, will bei der Bundestagswahl im September offenbar für die CDU kandidieren. Berichten zufolge soll er im Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten. „Ich habe meine Bereitschaft dazu erklärt“, sagte Maaßen dem Online-Portal „Tichys Einblick“ am Donnerstag. Die „Bild“-Zeitung berichtete, der CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen habe sich bei einer digitalen Schalte am Mittwochabend auf die Kandidatur geeinigt. Von der Thüringer CDU gab es zunächst keine Stellungnahme.

Maaßen soll demnach im Wahlkreis 196 Suhl – Schmalkalden-Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg aufgestellt werden und somit Mark Hauptmann nachfolgen. Hauptmann hatte nach Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit Maskengeschäften sein Bundestagsmandat niedergelegt und war auch aus der CDU ausgetreten. Über die endgültige Kandidatur Maaßens entscheidet die Delegiertenkonferenz in dem Wahlkreis.

Ob Hans-Georg Maaßen wirklich für die CDU antritt,  steht noch nicht fest

Maaßens Kandidatur dürfte in der CDU sehr zwiespältig aufgenommen werden, vermutet „Tichys Einblick“, sie richte sich vor allem gegen Kanzlerin Angela Merkel und die inhaltliche Annäherung der Union an die Grünen. Die Bundes-CDU werde daher vermutlich „massiven Einfluss“ nehmen, um Maaßen zu verhindern.

Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Maaßen stand von 2012 bis 2018 an der…