Umstrittene Inszenierung
Georgias Gouverneur unterzeichnet restriktives Wahlgesetz vor Bild einer Sklaven-Plantage

Georgias Gouverneuer unterzeichnet das neue umstrittene Wahlgesetz des Staates unter einem Gemälde von einer Sklavenplantage.

© Screenshot/Twitter

von Dieter Hoß

01.04.2021, 10:09 Uhr

In Georgia steht es künftig unter Strafe, Wartende vor einem Wahllkokal mit Getränken oder Essen zu versorgen. Das neue Wahlrecht gilt als diskriminierend. Für Aufsehen sorgte nun zudem, dass der Gouverneur bei der Unterzeichnung des Gesetzes unter dem Bild einer Sklaven-Plantage saß.

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Symbolische Bilder spielen eine große Rolle in der Politik. Nicht zuletzt deshalb hat der Gouverneur von Georgia, der Republikaner Brian Kemp, medienwirksam umringt von Getreuen, das neue umstrittene Wahlrecht seines Bundesstaates unterschrieben.

Was jedoch in den USA für besonderes Aufsehen sorgte: Er tat dies unter einem Gemälde, das eine Sklaven-Plantage aus dem 19. Jahrhundert zeigt. Das fiel umso mehr negativ auf, da das neue Wahlrecht von Demokraten und Menschenrechtlern als diskriminierend für Schwarze und andere Minderheiten angesehen wird. US-Präsident Joe Biden bezeichnete es am Freitag schlicht als „schrecklich“. Das Gesetz laufe „den amerikanischen Werten zuwider“, es nehme den Wählern ihr Wahlrecht. Von Kritikern wird es daher auch als „Jim Crow 2.0″…