Ex-Verfassungsschutzchef
Maaßen will für CDU in den Bundestag

Im November 2018 versetzte Bundesinnenminister Horst Seehofer (r.) den damaligen Verfassuntschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen in den Ruhestand. Foto: Michael Kappeler/dpa

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Wegen Äußerungen nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz musste er 2018 in den einstweiligen Ruhestand. Nun kündigt Hans-Georg Maaßen an, dass er sich als Bundestagskandidaten aufstellen lassen will.

Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, will im September für die CDU in den Bundestag einziehen.

Er wolle für den Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten, bestätigte Maaßen auf dpa-Anfrage. In diesem Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 2017 der mittlerweile aus der Partei ausgetretene Mark Hauptmann gewählt worden. Von der Thüringer CDU gab es zunächst keine Stellungnahme. Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass der CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen Maaßen als Bundestagskandidaten nominieren wolle und dies am Mittwochabend beschlossen habe.

Als damaliger Verfassungsschutzpräsident war Maaßen massiv in die Kritik geraten, weil er bezweifelt hatte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu «Hetzjagden» auf Ausländer kam. Im November 2018 hatte ihn Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

dpa

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