Führungschaos beim DSV
Werbefoto für Bordell: Schwimm-Verband beruft neuen Sportdirektor wieder ab

Dirk Klingenberg im Jahr 2006

© Eventpress / Mathias Krohn / Picture Alliance

Der Deutsche Schwimm-Verband kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nur einen Tag nach der Bekanntgabe des neuen Leistungssportdirektors gibt es überraschend die Kehrtwende. Der Grund: ein „frivoler Bericht“.

Bei der Neubesetzung des Leistungssportdirektor-Postens hat der Deutsche Schwimm-Verband eine überraschende Kehrtwende vorgenommen. Einen Tag nach der Bekanntgabe des ehemaligen Wasserball-Nationalspielers Dirk Klingenberg als Interimsmanager in diesem Amt verkündete der Verband einen „Kurswechsel“. Hintergrund sei „ein frivoler Bericht aus der Vergangenheit Klingenbergs“. Das sei, obwohl kein juristisches Fehlverhalten vorliege, mit „den hohen moralischen Ansprüchen des Spitzenverbandes nicht vereinbar“, hieß es in der Mitteilung.

Der „frivole Bericht“ bezieht sich auf ein Foto, das die Berliner Boulevardzeitung „B.Z.“ 2014 veröffentlichte hatte. Dort zu sehen sind Klingenberg und andere Ex-Wasserballer, die mit drei barbusigen Frauen vor einem Pool posieren. Auf den Bademänteln, die die Männer trugen, prangte das Logo der Berliner Großbordells Artemis. Klingenberg wurde damals in der Zeitung mit dem Satz zitiert: „Erst gewinnen wir den Oldie-Titel, danach feiern wir unseren Sieg im Artemis-Pool.“ „Das war ein Werbefoto, um die Mannschaftskasse aufzubessern“ – eines, auf das er sich heute „so nicht mehr einlassen würde“, sagte Klingenberg der „Süddeutschen Zeitung“. Später veröffentlichte eine ungarische Zeitung weitere Bilder, die bei der Fotosession entstanden waren, unter anderem mit einer Szene im Whirlpool. 

„Wir haben uns gemeinsam mit Herrn Klingenberg offen zu den entstandenen Diskussionen ausgetauscht und sind auch gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass er im Sinne des Verbandes den…