Medienhaus
Bertelsmann steigert Gewinn im Corona-Jahr 2020

Die Verwaltungsgebäude von Bertelsmann in Gütersloh. Foto: Bernd Thissen/dpa

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Medienhäuser mussten 2020 in der Corona-Pandemie herbe Rückgänge bei den Werbeerlösen hinnehmen. Das zeigte sich bei Bertelsmann auch in den Konzernbereichen RTL und Gruner + Jahr.

Trotz weggefallener Werbeerlöse im Medienmarkt in der Corona-Pandemie hat Bertelsmann den Gewinn im Jahr 2020 deutlich gesteigert.

Das Ergebnis lag bei rund 1,46 Milliarden Euro nach rund 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr, wie das Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen in Gütersloh mitteilte. Der Konzern rechnet damit, im Jahr 2021 wieder die Ein-Milliarde-Euro-Grenze zu überschreiten.

Zur positiven Entwicklung trugen die Buchverlagsgruppe Penguin Random House und die Dienstleistungstochter Arvato bei. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagte zu Arvato der Deutschen Presse-Agentur, dass sich bei den Logistikdienstleistungen das Geschäft etwa im Bereich E-Commerce und Lifestyle sehr gut entwickelt habe. Steigende Nachfrage verzeichne Bertelsmann zudem bei globalen IT- und Tech-Konzernen.

Auch Immobilienverkäufe brachten für den Konzern Effekte in der Bilanz. Bertelsmann stieß im vergangenen Jahr zugleich Kosteneinsparungen an.

Der Konzern musste im Corona-Jahr Rückgänge bei Werbeerlösen im TV-Markt der RTL Group und beim Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr verkraften. Bei dem Verlag, der unter anderem die Marken «Stern», «Brigitte», «Geo» und «Capital» im Portfolio hat, lagen die Erlöse 2020 bei rund 1,14 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von gut 16 Prozent zum Vorjahr 2019 mit rund 1,36 Milliarden Euro. Vor allem im ersten Halbjahr kämpfte der Medienmarkt mit ausbleibenden Werbeerlösen, weil in der Pandemie etwa Anzeigen storniert oder erst gar nicht…