Die US-Justiz hat Ermittlungen gegen den Kongressabgeordneten Matt Gaetz aufgenommen. Es geht um den Verdacht auf Sex mit einer Minderjährigen. Das berichten die »New York Times« und die »Washington Post«.

In einem Interview mit dem Portal »Axios« sagte Gaetz, dass seine Anwälte über Ermittlungen informiert worden seien. Es gehe dabei um »sexuelles Verhalten gegenüber Frauen«. Sein Verhalten sei zwar Gegenstand der Ermittlungen, sagte Gaetz, er sei aber nicht »Zielperson« der Untersuchung. Er stritt ab, je Sex mit Minderjährigen gehabt zu haben und bezeichnete die Vorwürfe als falsch.

Zur Zielperson von Ermittlungen wird jemand dann, wenn die Ermittler Beweise haben, die eine Straftat nahelegen. Dazu kann es im Lauf der Untersuchung noch kommen.

Kurz vor Gaetz‘ Interview mit »Axios« hatte die »New York Times« über die Ermittlungen berichtet. Demnach ging es um die Frage, ob Gaetz gegen Bundesgesetze verstieß, indem er eine sexuelle Beziehung zu einer 17-Jährigen unterhielt, für deren Reisekosten er aufkam. Die Ermittlungen sind demnach Teil einer breiteren Untersuchung, in deren Mittelpunkt Joel Greenberg steht, ein wegen Menschenhandels angeklagter Politiker aus Florida und Verbündeter Gaetz‘.

Gaetz stritt die Vorwürfe nicht nur ab. Er bezeichnete sie als Teil eines Versuchs, ihn zu erpressen. Dahinter stünde ein früherer Offizieller des Justizministeriums.

Der frühere Bedienstete des Ministeriums setze seit Wochen seine Familie unter Druck und verlange 25 Millionen Dollar, so Gaetz weiter. Zugleich drohe er damit, den Namen des Politikers zu beschmutzen. Bei dem Mann handle es sich um den inzwischen als Privatanwalt tätigen David McGee, sagte Gaetz in einem weiteren Interview mit dem Sender Fox News. Das FBI und das Justizministerium verfügten über Tonaufzeichnungen, die seine Unschuld beweisen würden, so Gaetz.

Der Republikaner vertritt im US-Abgeordnetenhaus Teile von Westflorida. Er gilt als einer der engsten Verbündeten von Ex-Präsident…