Internet der Dinge
„Kabelloses Stromnetz“: Forscher funken per 5G Saft in Geräte

Smartphones werden sich nicht mit der neuen Technologie aufladen lassen

© Jakub Porzycki / Picture Alliance

von Malte Mansholt

31.03.2021, 19:30 Uhr

Mit dem „Internet der Dinge“ sollen immer mehr Geräte vernetzt werden. Nun haben Forscher der Universität von Georgia einen gewagten Vorschlag gemacht, wie diese mit Strom versorgt werden sollen: über 5G-Funk. Es ist nicht der erste Versuch der kabellosen Stromversorgung.

Der Kühlschrank, die Lichtschalter und die Sicherheits-Kamera: Smarte Haushaltsgegenstände lassen sich in immer mehr Wohnungen finden. Doch der wahre Durchbruch des Internets der Dinge steht noch aus. In Zukunft sollen selbst kleinste Sensoren mit dem Internet verbunden werden. Ein Problem dabei ist die Stromversorgung. Nun haben Forscher eine gewagte Idee realisiert: Sie gewinnen Strom direkt aus 5G-Strahlen.

Der Durchbruch gelang nun mit einer speziellen Antenne auf Basis einer sogenannten Rotman-Linse, berichten die Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Scientific Reports“. Sie fängt hochfrequente elektromagnetische Wellen auf und kann sie dann in Gleichspannung umwandeln. Die Besonderheit: Es gelang ihnen erstmals, dass mit Wellen im 28-GHz-Band umzusetzen. Und das ist eine der Wellenlängen, die für die Mobilfunk-Technologie 5G freigegeben sind.

Vorhandene Energie nutzen

Das bereits bekannte Prinzip dahinter nennt sich „Energy Harvesting“, was sich mit Energie-Ernte übersetzen lässt. Die einfache Idee: In der Natur und unserer Umwelt wird immer wieder Energie freigesetzt, sei es durch Wärme, Vibrationen oder auch Luftströme. Gelingt es, diese Energie ähnlich wie bei der Wind- oder Solarenergie abzugreifen, kann sie direkt in einem Gerät verwertet werden. Man spricht von einem…