Zwei US-Polizisten haben den früheren US-Präsidenten Donald Trump wegen des Sturms auf das Kapitol am 6. Januar verklagt. In ihrer bei einem Bundesgericht eingereichten und am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Klage führen die beiden Beamten der Kapitolpolizei an, dass sie während des Angriffs auf den Kongresssitz in Washington »physische und emotionale Verletzungen« erlitten hätten.

Einer der beiden Polizisten, der Afroamerikaner James Blassingame, wurde nach eigenen Angaben bei der Erstürmung des Kapitols an Kopf und Rücken verletzt. Er wurde demnach während des Angriffs zudem von Trump-Anhängern rassistisch beleidigt. Der andere Polizist, Sidney Hemby, wurde der Klageschrift zufolge an Hand und Knie verletzt, als er von Randalierern gegen die Türen des Kapitolgebäudes gepresst wurde. Außerdem seien ihm Chemikalien ins Gesicht und auf andere Körperteile gesprüht worden.

Die beiden Polizisten machen Trump direkt für die Erstürmung des Kapitols verantwortlich. Die Angreifer seien von dem abgewählten Präsidenten mit der falschen Behauptung »angestachelt« worden, seine Wahlniederlage gegen den jetzigen Präsidenten Joe Biden sei durch Wahlbetrug zustande gekommen. Die Polizisten verlangen von Trump Entschädigungszahlungen und Schadensersatz in ungenannter Höhe.

Trump hatte seinen völlig unbelegten Vorwurf des Wahlbetrugs am 6. Januar bei einem Auftritt vor Anhängern in der US-Hauptstadt wiederholt und diese aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren und »auf Teufel komm raus zu kämpfen«. Wütende Unterstützer stürmten daraufhin das Kapitolgebäude, während dort der Kongress Bidens Sieg endgültig bestätigen sollte.

Als Folge der Konfrontationen starb ein Polizist, Dutzende weitere wurden verletzt. Es handelt sich um die erste Klage, die Polizisten wegen der Erstürmung des Kapitols gegen Trump einreichten. Zwei Abgeordneten hatten ihn schon zuvor wegen des Angriffs verklagt.

Als Konsequenz aus den Ausschreitungen hatte der von Bidens Demokraten…