Cannabis-Legalisierung
New York will das Kiffen erlauben – und damit strukturellen Rassismus bekämpfen

Sehen Sie im Video: Für Freizeitgebrauch und Kleinanbau: New York will als 15. US-Bundesstaat Marihuana freigeben.

New York legalisiert Marihuana – für den Freizeitgebrauch, für den Kleinanbau, für die Steuereinnahmen. Ein entsprechendes Gesetz soll in der kommenden Woche verabschiedet werden, Gouverneur Andrew Cuomo soll sein Einverständnis signalisiert haben. Der Entwurf sieht den kontrollierten Verkauf an Personen ab dem 21. Lebensjahr vor, sowie eine 13-prozentige Steuer auf Verkäufe im Einzelhandel. Der Erlös für den Bundestaat dürfte in die Milliarden gehen. Von einem Teil der Einnahmen sollen Communities und Minderheiten profitieren, die bisher überproportional unter Anti-Drogen-Maßnahmen gelitten haben. Schwarze und Hispanics werden deutlich häufiger wegen Marihuana-Delikten verhaftet als Weiße. New York wäre damit der 15. Bundesstaat der USA, der den Freizeitgebrauch der Droge erlaubt.

Mehr

Im US-Bundesstaat New York ist die Cannabis-Legalisierung so gut wie beschlossen. Das straffreie Kiffen würde nicht nur zusätzliches Geld in die Staatskasse spülen, es soll auch den tiefverwurzelten Rassismus bekämpfen. 

Wer in New York von Polizisten abgeführt wird, hat häufig gegen die Marihuana-Auflagen verstoßen. Nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation ACLU von 2019 sind Delikte in Verbindung mit Cannabis der häufigste Grund, eingesperrt zu werden. Und die Zahlen spiegeln – trotz gleichem Konsum bei Weißen und Nicht-Weißen – den tief verwurzelten Rassismus wider: „Im ganzen Bundesstaat werden schwarze New Yorker 4,5-Mal häufiger wegen Gras verhaftet als weiße New Yorker. In Brooklyn und Manhattan werden Schwarze neunmal häufiger verhaftet als Weiße“, schreibt die ACLU.

Als 15. US-Bundesstaat wird erwartet, dass New York – mit seinen 20 Millionen Einwohnern und der…