Bundeskabinett
Airport-Krise: Bund will kleineren Flughäfen helfen

Ein Flugzeug vom Airbus A320 der Fluggesellschaft Sund Air beim Flug von Kos im Landeanflug auf den Flughafen Dresden International. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

© dpa-infocom GmbH

Einbrüche bei der Passagierzahl, Milliardenverluste: Die Folgen der Pandemie haben die Flughäfen in Deutschland schwer getroffen. Die Politik will helfen. Ein Baustein wurde nun auf den Weg gebracht.

Die Bundesregierung will kleinere Flughäfen auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise finanziell unterstützen.

Das Bundeskabinett brachte entsprechende Gesetzesänderungen auf den Weg, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Damit wird eine Verständigung innerhalb der Regierung über Hilfen für Flughäfen umgesetzt, die von den Folgen der Pandemie schwer belastet sind.

Konkret will der Bund für Flugplätze Kosten für sogenannte Flugsicherungsdienstleistungen übernehmen. Bislang tragen die kleineren Flughäfen diese Kosten selbst und können sie nicht immer an die Fluggesellschaften weiterreichen.

Für die Übernahme dieser Kosten sind im Bundeshaushalt 2021 laut Kabinettsvorlage 20 Millionen Euro vorgesehen. Für die Jahre 2022 bis 2025 werden jeweils 50 Millionen Euro veranschlagt.

Der Flughafenverband ADV sprach von einer wichtigen Weichenstellung für eine deutliche Kostenentlastung der kleineren Standorte. «Gleichzeitig wird mit dem Kabinettsbeschluss die wichtige Rolle gewürdigt, die diese Flughäfen für die benötigte Verkehrsanbindung der Regionen und zur Stärkung der Wirtschaftskraft leisten», so Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Die Hilfen sind Teil eines größeren Pakets. Mitte Februar hatte sich die Bundesregierung auch auf Zuschüsse für zwölf größere Airports geeinigt, an denen der Bund nicht…