Der Impfstoff von AstraZeneca soll nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern fortan in der Regel nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) eine solche Altersbeschränkung für AstraZeneca empfohlen. Doch was ist mit denen, die schon geimpft sind?

Forscher testen seit Längerem, ob sich Corona-Impfstoffe möglicherweise miteinander kombinieren lassen – und trotzdem für den vollen Schutz sorgen, oder womöglich einen noch besseren.

Nach den aktuellen Empfehlungen haben AstraZeneca-Erstgeimpfte nun folgende Optionen:

Wenn sie mindestens 60 Jahre alt sind, bleibt alles wie gehabt. Für diese Altersgruppe wird der Impfstoff weiter ohne Einschränkungen empfohlen, weil der Nutzen das Risiko klar überwiegt. Die schweren Nebenwirkungen, die gerade im Zusammenhang mit der Impfung untersucht werden, betrafen laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) ganz überwiegend Menschen unter 60 Jahren.

Wenn sie unter 60 Jahre alt sind und zur Prioritätsgruppe 1 und 2 gehören, können sich Erst-Geimpfte erneut mit dem Impfstoff von AstraZeneca immunisieren lassen – nach ärztlichem Ermessen und einer individuellen Risikoanalyse. Die Zweitimpfung soll grundsätzlich in den Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte erfolgen.

Wer unter 60 Jahre ist und sich nicht erneut mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen möchte, kann für die zweite Dosis möglicherweise einen anderen Stoff bekommen. Die Stiko prüft diese Option derzeit und will spätestens bis Ende April eine Empfehlung abgeben.

In Großbritannien sind Kombi-Impfungen möglich

Fest steht: Nur eine Dosis mit dem Impfstoff von AstraZeneca sorgt nicht für den vollen Schutz. Weil alle bisher zugelassenen Impfstoffe auf das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus abzielen, gibt es jedoch die Hoffnung, dass die zweite Dosis die Wirkung der ersten verstärken könnte. Selbst, wenn es sich nicht um dasselbe Präparat…