Was derzeit in der Autowelt geschieht, hätte noch vor wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Fahrzeuge mit Diesel- und Verbrennungsmotor, der Stolz deutscher Ingenieure, gelten plötzlich aus Auslaufmodelle. Gleichzeitig tauchen im Straßenbild zunehmend Elektroautos auf, die ihre Benzin-getriebenen Vorfahren regelrecht alt aussehen lassen. Und sie versprechen auch noch, in einigen Jahren autonom zu fahren und damit nahezu ohne menschlichen Chauffeur auszukommen.

Um am rasanten Fortschritt teilzuhaben, muss man nicht einmal ständig ein neues Auto kaufen. Der Vorreiter der aktuellen Elektro-Bewegung – Tesla-Chef Elon Musk – gibt bereits einen Ausblick, wie die Zukunft aussehen dürfte: neue Funktionen und elektronische Assistenten liefert er als Software-Update über das Internet.

Kein Wunder, dass Konkurrenten wie Volkswagen da nicht alt aussehen wollen. Die Entwicklungsabteilungen arbeiten auf Hochtouren, und auch die Marketingleute bleiben nicht untätig. Sie ersinnen laufend neue Ideen, wie sich der Name des Hauses, der so eng mit dem Dieselantrieb und ebenso mit dem Dieselbetrug verbunden ist, in die moderne Welt überführen ließe.

Vorbild Alessandro Volta

Ein passender Name wäre bereits gefunden: Voltswagen, angelehnt an Volt, die physikalische Einheit für elektrische Spannung, benannt nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta (was wiederum ein bisschen wie Tesla klingt).

Den Marketing-Coup haben die Strategen in Wolfsburg von langer Hand geplant. Zunächst tauchte auf der Webseite der US-Tochter Volkswagen Group of America angeblich versehentlich eine Pressemitteilung mit sensiblen Informationen auf: Demnach sollen Elektroautos der Marke VW künftig unter dem Namen Voltswagen vertrieben werden. Medien wie der TV-Sender CNBC und die Tageszeitung »USA Today« sprangen prompt auf. Ein VW-Sprecher bezeichnete die angeblichen Geheimpläne als »nette Idee«.

Neue Buchstaben am Schriftzug in Wolfsburg

Gut möglich, dass der Konzern die »nette Idee«…