Sehen Sie im Video: Rassismus und massive Bedrohungen – Tareq Alaows zieht Kandidatur für den Bundestag zurück.

Aus Rücksicht auf die eigene Sicherheit und die anderer Menschen – so begründet Tareq Alaows seinen Rückzug von der Kandidatur für den Deutschen Bundestag. Der gebürtige Syrer war bisher Kandidat der Grünen in Oberhausen und Dinslaken. „Die hohe Bedrohungslage für mich und vor allem für mir nahestehende Menschen ist der wichtigste Grund für die Rücknahme meiner Kandidatur“, wird Alaows auf der Internetseite der Grünen Dinslaken zitiert. Die massiven Rassismuserfahrungen während seiner Kandidatur seien erschreckend. Es habe sich gezeigt, dass in allen Parteien, der Politik und der Gesellschaft starke Strukturen nötig seien, um strukturellem Rassismus entgegenzutreten. Die Grünen selbst sprechen von einer angespannten Sicherheitslage. Vorerst stehe Tareq Alaows für Nachfragen nicht zur Verfügung. In einem Interview im Februar dieses Jahres sprach er über die Aufmerksamkeit, die seine Kandidatur hervorgerufen hatte: „In der letzten Zeit haben mehrere führende Personen von der AfD ganz viel auf Social Media über meine Kandidatur veröffentlicht. Ich frage mich nur, wie viel Angst hat diese Partei vor der Demokratie? Ich stelle mich zur Wahl. Wählerinnen und Wähler würden in diesem Verfahren einfach entscheiden, würden mich wählen oder nicht wählen. Und die AfD produziert Hass gegenüber mich. Mit Hass kann ich nichts anfangen. Ich freue mich auf inhaltliche Kritik, wenn es die gibt. In politischen Themen kann man sich streiten, solange es sachlich und über das Thema geht und nicht persönlich.“ Der Jurist hatte 2015 beim Roten Halbmond in Damaskus gearbeitet und dort Flüchtlingen geholfen, die innerhalb des Landes vor dem Krieg Schutz suchten. Durch Flucht entzog er sich einem Einberufungsbefehl der syrischen Armee, um nicht auf seine Landsleute schießen zu müssen. In einem Schlauchboot gelangte er von der türkischen an die griechische…