Nach mehreren Rückschlägen ist erneut eine unbemannte Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX bei einem Test abgestürzt. Ein Prototyp der neuen »Starship«-Rakete geriet beim Landeanflug am Dienstag offenbar außer Kontrolle. SpaceX-Chef Elon Musk nahm es bei Twitter mit Humor: »Wenigstens ist der Krater an der richtigen Stelle«, schrieb er mit Blick auf den angepeilten Landeplatz.

Es scheine so zu sein, dass einer der Antriebe der Rakete Probleme gehabt habe. »Kurz nach dem Start des Landevorgangs passierte etwas Wichtiges. Wir sollten erfahren, was es war, wenn wir die Bruchstücke später untersuchen können«.

Bei den vier Tests war eine sanfte vertikale Landung der Rakete das Ziel gewesen. Für die Testflüge nutzt SpaceX ein wüstenartiges Gelände im texanischen Boca Chica unweit der mexikanischen Grenze.

Musk hofft, dass die neue Rakete eines Tages Menschen und Fracht auf den Mars befördern wird. Im Jahr 2023 soll sie bereits bei einer Mondumrundung zum Einsatz kommen, an der sich unter anderem der japanische Milliardär Yusaku Maezawa beteiligen will. Aus diesem Anlass hatte Musk jüngst versichert, dass die »Starship«-Rakete in zwei Jahren »sicher genug« für den Transport von Menschen sei.

Mit der Rakete Falcon-9 hat sich SpaceX bereits in der Raumfahrt etabliert. Im November absolvierte sie ihre erste bemannte Mission zur Internationalen Raumstation ISS.