Blaupause vor Bundestagswahl
So stellt sich Laschet die Zukunft der CDU vor – und von Deutschland

Sehen Sie im Video: „Wir können so nicht weitermachen“ – auch Laschet übt sich in Selbstkritik.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident NRW:
„Wir haben in der Ministerpräsidentenkonferenz, wie sie ja verfolgen konnten, viele Stunden gerungen. Und da sitzen Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der CDU, der CSU, der SPD, der Grünen und der Linken. Und keiner sagt, ich weiß, wie es geht. In meinem Parteiprogramm steht seit Ahlen oder seit Bad Godesberg oder wo. Wir haben immer schon gewusst, so geht es. Das sagt keiner. Und wir ringen. Und das geht meistens, das Ringen, auch über Parteigrenzen hinweg. Häufig denke ich, die sozialdemokratische Kollegin hat vielleicht recht. Ich stehe eher bei ihr als bei jemand, der eine andere Position hat. Und so geht es Sozialdemokraten auch. Nur, das heißt aber auch, dass wir in unseren Debatten nicht so tun dürfen, als wenn hier auf der Regierung aus Sicht der Opposition alles falsch ist und die ganze Weisheit auf dieser Hälfte des Saales sitzt. Oder umgekehrt, wir das nicht aufgreifen, was auch die Fraktionen einbringen. Diese Pandemie braucht, diese Pandemie braucht mehr denn je einen neuen politischen Stil, wo man nicht jedes Teil, was einmal so oder so rumläuft, skandalisiert. Diese Ministerpräsidentenkonferenz hat die Menschen enttäuscht. Wenn man da von 14 Uhr sitzt bis 3 Uhr nachts und verhandelt, stundenlang nur in kleinen Gruppen. Und deshalb … ja, das nennt man Selbstkritik eines, der dabei war. Wir können so nicht weitermachen. Das ist das, was ich Ihnen hier heute übermittle. Ich werde deshalb heute, ich werde heute jetzt gleich die Debatte wieder verlassen müssen, weil die Bundeskanzlerin heute für 11 Uhr die Ministerpräsidenten erneut kurzfristig, vor 10 Minuten, eingeladen hat. Und ich denke, dass wir sehr kritisch dort über das reden, was da vor zwei Tagen passiert ist. Das ist…