Der Eierverbrauch in Deutschland steigt: Dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) zufolge legte er im vergangenen Jahr um durchschnittlich vier Eier auf insgesamt 239 Eier pro Kopf zu. Diese riesige Nachfrage vermögen selbst die 42,9 Millionen Legehennen in Deutschland nicht zu stillen: Insgesamt seien sie auf 12,9 Milliarden Eier gekommen, bilanzierte das Statistische Bundesamt kurz vor Ostern zur Eierproduktion.

Dabei ist die Leistung der Legehennen enorm: Jedes Huhn legt den Angaben zufolge fast jeden Tag ein Ei, nämlich 301 Eier pro Huhn und Jahr. Diese Menge reicht umgerechnet auf die Bevölkerung aus, um jede Person mit 155 Eiern aus heimischer Erzeugung zu versorgen. Den restlichen Eierbedarf decken Hennen aus dem Ausland: 5,9 Milliarden frische Eier wurden im vergangenen Jahr importiert, drei Viertel aus den Niederlanden.

Bio-Hühner legen deutlich weniger Eier

Fast 40 Prozent der deutschen Eier kamen aus niedersächsischen Betrieben (5,1 Milliarden), danach folgten Nordrhein-Westfalen (1,4 Milliarden) und Bayern (1,1 Milliarden). Die Angaben des Bundesamtes erfassen allerdings nur Unternehmen mit mindestens 3000 Plätzen zur Legehennenhaltung, kleinere Betriebe sind nicht registriert.

Große Unterschiede bei der Legeleistung gibt es zwischen Hühnern aus konventioneller und ökologischer Haltung: Ein Bio-Huhn legte 2020 im Schnitt 293 Eier im Jahr, ein Käfighuhn fast 310 Eier, wie die Statistiker weiter mitteilten.