Sehen Sie im Video: „Wir saufen ab!“ – verzweifelter Inhaber von Modehaus verkauft jetzt Klopapier.

Die Corona-Pandemie macht erfinderisch – vor allem, wenn einem das Wasser bis zum Halse steht. So geht es im Lockdown auch Norbert Kremsreiter: Er bietet in seinem Modegeschäft im bayerischen Freyung nun auch Klopapier, Drogerieartikel und sogar Lebensmittel an. „Wir saufen ab, ich muss es so ganz derb sagen, weil wir nicht mehr wissen, wo wir das Geld herbekommen sollen. Wir sitzen auf einer Menge an Winterware, die Frühlingsware trifft ein, die müssen wir auch bezahlen. Also ist das erste Zeichen für mich, dass wir unser Geschäft retten können und dass wir überleben können.“ Mit der Klopapieridee konnte er die coronabedingte Schließung seines Ladens vorläufig umschiffen. „Mein Konzept sieht folgendermaßen aus, dass wir einen großen Anteil an Lebensmitteln und Toilettenpapier bei uns im Sortiment aufgenommen haben, die Fläche massiv verkleinert haben, damit wir den Anteil an Lebensmitteln und Toilettenpapier ganz groß haben, in dem Fall bei 60 Prozent.“ Damit agiert er in einer Art Grauzone zwischen Drogeriemarkt und Lebensmittelladen, für die es keine Beschränkungen gibt. Dass er sich damit auf halblegalem Terrain befindet, ist ihm durchaus klar. Er lasse die Sachlage nun juristisch überprüfen. Denn im Zweifelsfall droht seinem Laden die Schließung und ihm eine Strafe. Ob er mit seinem Konzept weitermachen kann, bleibt also abzuwarten. Die Kunden jedenfalls finden es gut. „Es ist einfach eine gute Idee, was er gemacht hat, und er hat sich die Mühe gegeben, dass er wieder aufmachen kann. Ich finde es super, dass er wieder offen ist. Warum soll man nicht Mode, Nudeln und Klopapier kombinieren? Ich finde es toll.“ „Ob ich jetzt im Supermarkt einkaufe, da kriege ich auch alles. Da kann ich auch im Modegeschäft einkaufen, wo ich dann auch regionale Sachen und Hygieneartikel kriege.“ Eine breite Auswahl steht zum Kauf bereit. Sollten Toilettenpapier, Nudeln und…