Als Ende Dezember 2019 China eine Nachricht an die Weltgesundheitsorganisation WHO schickte, in der das Land von einer Häufung von Lungenentzündungen mit »unbekannter Ursache« berichtete, war das im Grunde der Beginn der Pandemie. Damals wurden 44 Patienten beschrieben, die ernsthaft krank wurden. Und auch von der Stadt Wuhan war schon die Rede. Hier erkrankten zuerst Menschen im Umfeld eines Tiermarktes.

Bis heute ist viel unternommen worden, um den Ursprung der Pandemie zu ergründen. Immer wieder geriet der Tiermarkt ins Visier. Aber auch nach dem neuesten Bericht der WHO, der am Dienstag offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sind so gut wie alle Fragen noch offen. Nicht einmal der Huanan-Markt gilt sicher als die ursprüngliche Quelle des Ausbruchs. Es seien auch Fälle bekannt, die nichts mit dem Markt zu tun hatten, hieß es.

Im Grundsatz berichten die WHO-Experten in ihrem Papier, über dessen Inhalt schon am Montag etwas durchgesickert war, also nicht viel Neues. Das Virus hat sich in Fledermäusen entwickelt, wiederholt auch dieses Papier das, was schon vermutet wurde. Hier wurde die engste Verwandtschaft zu Sars-CoV-2 festgestellt. Zwischen den Genomen liegen aber Veränderungen, die mehrere Jahrzehnte Evolution in Anspruch genommen haben müssen. Deshalb ist das Virus dann »wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich« auf ein anderes Tier übergegangen, vielleicht ein Schuppentier.

In Proben von diesen Tieren, von denen mehrere Arten in Asien leben, wurden sehr ähnliche Viren gefunden. Darüber hinaus wurde eine Übertragung eines Virus auf den Menschen über einen Zwischenwirt bereits bei anderen Krankheiten nachgewiesen. Aber keines der Viren, die bis jetzt in diesen Säugetieren identifiziert wurden, ist dem Sars-CoV-2 so ähnlich, dass er als direkter Vorläufer infrage kommt, heißt es.

Zibetkatzen, Dachse oder Marderhunde, Nerze, Hasen

Die Auswahl, die der Bricht für diesen Zwischenwirt trifft, ist groß. Es könnte neben Schuppentieren auch Nerze,…