Schlechte Umfragewerte, Maskenaffäre, Kritik an der Corona-Politik: Wenige Monate vor der Bundestagswahl steht die CDU zunehmend unter Druck. Parteichef Armin Laschet will nun das Wahlkampfprogramm seiner Partei vorantreiben. Zum Auftakt der Beteiligungskampagne dafür hat er besseres Corona-Management versprochen.

In seiner Rede im Konrad-Adenauer-Haus sagte Laschet Nachbesserungen bei der Bekämpfung des Coronavirus zu. Die Fehler im Pandemie-Management und manches persönliche Fehlverhalten in den eigenen Reihen hätten dazu geführt, dass das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Unionsparteien gesunken sei. »Wir werden das ändern, wir werden das besser machen«, versicherte er.

Die Pandemie habe Schwächen aufgezeigt, die jetzt angepackt werden müssten. In diesem Zusammenhang forderte Laschet ein Jahrzehnt der Modernisierung. Das Verhältnis von Staat, Wirtschaft und Ökologie müsse neu justiert werden, sagte er. »Klimaschutz allein reicht nicht«, betonte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Im Sinne von Wirtschaft und Industrie müsse es etwa »Vorfahrt für Zukunftstechnologien« geben.

Auch warb der CDU-Vorsitzende in seiner Rede für weniger Bürokratie. Es sei ein Irrglaube, dass Dinge immer besser werden, je mehr sie reguliert seien. Man müssen den Menschen mehr Vertrauen geben und sie bestärken in ihrem Willen, Dinge zu verändern, sagte Laschet weiter.

Laschet warnt vor rot-rot-grüner Koalition

In seiner Rede bekannte sich Laschet zudem zur EU. »Ich bin leidenschaftlicher Europäer«, sagte er. Doch auch innerhalb der EU müsse künftig einiges besser laufen. Der CDU-Chef forderte ein wehrhafteres und effizienteres Europa.

Gleichzeitig warnte er ausdrücklich vor einer rot-rot-grünen Koalition nach der Wahl im September. »Die Zukunft lässt sich nicht mit ideologischen linken Experimenten gestalten«, betonte der CDU-Chef. »Wir sind das Bollwerk gegen ideologiegetriebene Politik, die in alle Lebensbereiche der Menschen eingreift.« Im…