Sehen Sie im Video: Astrazeneca: Merkel wirbt nach Impfstopp für unter 60-Jährige um Vertrauen.

O-TON BUNDESKANZLERIN ANGELA MERKEL (CDU) „Man muss sich ja immer die Frage stellen: Was sind die Alternativen. Und natürlich hätten wir uns alle gewünscht, dass A die Datenlage auch für die Älteren schon da gewesen wäre und wir B nicht heute vor Ihnen stehen würden und Ihnen die Entscheidung der Ständigen Impfkommission mitteilen müssten. Zweitens: Was ist dann die Alternative? Natürlich werden Menschen sich fragen, was passiert da und was bedeutet das jetzt für mich? Jens Spahn hat ja insbesondere auf die über zwei Millionen schon Geimpften hingewiesen. Und natürlich auch Menschen, die sich jetzt auf den Impftermin gefreut haben. Das alles wird Verunsicherung mit sich bringen. Aber womit wird das Vertrauen mehr erschüttert? So etwas unter den Teppich zu kehren, nicht ernst zu nehmen? Oder die Fälle, die auftreten, und es sind Impfstoffe, die eben noch nicht jahrelang im Einsatz sind, sondern die jetzt auch in der großen Zahl ja erst die Erkenntnisse wir haben wenn große Zahlen von Menschen geimpft werden, wenn wir dieses Vertrauen dadurch erschüttern würden, dass wir das, was wir wissen, und das, was die Ständige Impfkommission weiß nicht ernst nimmt. Und deshalb glaube ich, bei allen Abwägungen, ist dies der Weg, der noch zu dem möglichst besten Vertrauen führt auf dem Weg zu einer Verwendung von AstraZeneca, wenngleich ich die Verunsicherung nicht wegreden kann, aber Offenheit ist, glaube ich, die beste und die transparenteste Möglichkeit, mit einer solchen Situation umzugehen.“