Studie
Vergütung der Dax-Vorstandschefs in Krise deutlich gesunken

Die Corona-Krise macht sich einer Studie zufolge auch bei den Gehältern von Dax-Vorständen bemerkbar. Foto: Oliver Berg/dpa

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Schlägt sich die Corona-Krise auch in den Gehältern von Managern nieder? Ja, behauptet eine Studie, die sich mit den Bezügen von Dax-Vorstandschefs befasst hat.

Deutschlands Topmanager haben im Corona-Krisenjahr 2020 einer Studie zufolge deutlich weniger verdient als im Vorjahr.

Die durchschnittlichen Bezüge der Vorstandschefs der Dax-Konzerne sanken um 28 Prozent auf 5,3 Millionen Euro (2019: 7,4 Mio), wie aus einer am Montag vorgelegten Auswertung des Beratungsunternehmens hkp-Group hervorgeht. hkp-Partner Michael Kramarsch sprach von einer Zäsur. «Nie zuvor seit der verpflichtenden Veröffentlichung individueller Vorstandsvergütungen haben wir einen so deutlichen Rückgang im Durchschnitt der Vergütungshöhen gesehen.»

Die Gewinne der Börsenschwergewichte waren den Berechnungen zufolge im Krisenjahr im Schnitt um 45 Prozent eingebrochen. Vor allem bei der variablen Vergütung, die an den Unternehmenserfolg gekoppelt ist, mussten die Topmanager deutliche Abstriche hinnehmen. Den Angaben zufolge sanken die Jahresboni der Vorstandschefs im vergangenen Jahr im Schnitt um rund 38 Prozent. Die mehrjährigen variablen Bezüge, die zumeist auf Aktien basieren, verringerten sich um rund 41 Prozent. In acht Konzernen verzichteten die Vorstandschefs im Krisenjahr 2020 zudem auf einen Teil ihrer Vergütung.

Spitzenverdiener war der Studie zufolge 2020 Deutsche-Post-Vorstandschef Frank Appel mit 10 Millionen Euro. Der Paketboom in Coronazeiten hatte der Deutschen Post DHL das beste Jahr in ihrer Firmengeschichte beschert. Auf Platz zwei folgte demnach der in diesem Jahr ausgeschiedene Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser mit 9,3 Millionen Euro. Am unteren Ende…