Die Deutsche Bank verlängert den Vertrag mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing bis April 2026. Zugleich wird das Führungsgremium des größten deutschen Geldhauses im Mai deutlich umgebaut.

Nach Angaben des Unternehmens gibt Sewing die Verantwortung für die Investmentbank und die Unternehmensbank an den bisherigen Transformationsvorstand Fabrizio Campelli ab. Stattdessen übernimmt Sewing den Bereich Personalentwicklung. Dieser soll allerdings perspektivisch an den neuen Personalchef Michael Ilgner übergehen, sobald dieser wie geplant in den Vorstand aufrückt.

Neu in den Vorstand zieht als zweite Frau Rebecca Short ein. Die bisherige Chefin der Finanzplanung und -steuerung übernimmt von Campelli das Ressort Transformation und ist damit künftig im Vorstand federführend für die Umsetzung der neuen Strategie verantwortlich.

Da der bisherige Chief Operating Officer (COO) Frank Kuhnke im Zuge des Vorstandsumbaus die Deutsche Bank verlassen wird, bleibt die Größe des Führungsgremiums mit zehn Mitgliedern unverändert.

Risikovorstand Stuart Lewis hat den Angaben zufolge den Aufsichtsrat gebeten, zur Hauptversammlung 2022 aus dem Gremium ausscheiden zu können. Im Sinne eines »geordneten Übergangs« übernimmt den Angaben zufolge Rechtsvorstand Stefan Simon bereits ab Mai dieses Jahres die Bereiche Compliance und Kampf gegen die Finanzkriminalität.

Im Privatkundengeschäft hat die Deutsche Bank zudem auf der Ebene unterhalb des Vorstands einen Nachfolger für den zur Commerzbank gewechselten Manager Manfred Knof gefunden: Lars Stoy, bislang verantwortlich für die Marke Postbank, leitet künftig die Privatkundenbank der Deutschen Bank in Deutschland insgesamt. Knof ist seit dem 1. Januar 2021 Vorstandschef der Commerzbank.

Sewing hatte der Deutschen Bank einen radikalen Konzernumbau inklusive des Abbaus Tausender Stellen verordnet. Das lange verlustreiche Geschäft der hauseigenen Investmentbank wurde zurechtgestutzt, aus dem weltweiten Aktienhandel zog sich…