In der iranischen Hauptstadt setzten Außenminister Mohammad Dschawad Sarif und sein chinesischer Kollege Wang Yi ihre Unterschriften unter das Dokument, das die „politische, strategische und wirtschaftliche“ Kooperation beider Länder regelt. Damit sei der Weg frei für Investitionen Chinas in Milliardenhöhe. Im Gegenzug will der Iran Öl zu günstigen Preisen liefern. Auch eine Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet soll geplant sein.

Der iranische Präsident Hassan Rohani bezeichnete die Zusammenarbeit mit China als strategisch. „Wir wollen China als einen großen Handelspartner des Irans“, betonte Rohani bei einem Treffen mit Wang Yi. Der Präsident hatte das Abkommen schon zuvor als ein strategisch wichtiges Projekt für das Wirtschaftswachstum in seinem Land sowie für Stabilität und Frieden in der Region eingestuft.

Der chinesische Außenminister Wang Yi zu Gast bei Präsident Hassan Rohani

„Unsere Beziehungen zum Iran werden nicht durch die gegenwärtige Situation beeinflusst, sondern sind dauerhaft und strategisch“, erklärte der chinesische Außenminister nach Meldungen iranischer Nachrichtenagenturen. Im Gegensatz zu anderen Staaten ändere der Iran seine Beziehungen zu anderen Ländern „nicht mit einem Telefonanruf“.

Zwei US-Rivalen rücken zusammen

Man sei der Ansicht, dass das Abkommen „sehr effektiv zur Vertiefung der chinesisch-iranischen Beziehungen“ beitragen könne, sagte der iranische Außenamtssprecher Said Chatibsadeh. Der Sprecher erinnerte an den Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Teheran vor fünf Jahren, bei dem der Grundstein für die umfassende Kooperationsvereinbarung gelegt worden sei. Diese markiert ein deutliches Zusammenrücken der beiden wichtigen Rivalen der Vereinigten Staaten von Amerika.

Für China ist das Abkommen mit Teheran Teil seiner ehrgeizigen Initiative One Belt, One Road, die an die historischen Handelsrouten der Seidenstraße anknüpft. China ist bereits jetzt der wichtigste Handelspartner des Iran und ein…