von Malte Mansholt

27.03.2021, 08:20 Uhr

Instagram, das ist für immer mehr Menschen Vorbild, Inspirations- und Informationsquelle. Doch darauf war die Foto-App am Anfang nicht ausgelegt. Im Gespräch erklärt der Instagram-Chef Justin Osofsky, wie sich das soziale Netzwerk verändert hat. Und wie man sich der gestiegenen Verantwortung stellen will.

Instagram hat als Foto-App angefangen, seitdem hat es sich drastisch verändert, Live-Streams, Videos und so weiter hinzugefügt. Wie würden Sie Instagram heute nennen?

Instagram als Plattform will dich mit Menschen und Dingen zusammenzubringen, die du liebst. Vom Kern, von den Werten ist Instagram meiner Ansicht nach das gleiche Unternehmen wie früher. Da sich die Bedürfnisse der Nutzer immer weiterentwickeln, müssen wir uns immer neu ausrichten und neu priorisieren, was wir als nächstes entwickeln. So ändert sich beispielsweise die Art und Weise, wie Menschen sich durch Videos ausdrücken wollen, ob es nun Kurzvideos als Reels sind oder ob es darum geht, mit Freunden live zu gehen oder mit Creatorn zusammenzuarbeiten.

Ist auch Instagrams immer größere Shopping-Funktion ein Wunsch der Nutzer?

Auf Instagram gab es von Anfang an ein Interesse, sich mit Marken und Unternehmen zu verbinden, einzukaufen. 90 Prozent der Menschen auf Instagram folgen Unternehmen. Die Rolle, die Creator beim Shopping spielen, dabei wie man Trends findet und Dinge, die man kaufen möchte oder die einen inspirieren, sind nicht zu unterschätzen.

Wenn Sie jetzt zwischen Menschen und Creatorn unterscheiden, was ist für Sie der Unterschied?

Creator sind für mich Leute, die ihren Lebensunterhalt auf der Plattform verdienen wollen. Das kann auf ganz unterschiedliche Weise geschehen. Was Instagram für eine Rollerskaterin wie Oumi Janta aus Berlin ist, unterscheidet sich grundlegend von…