Erderwärmung
Forscher fordern Notbremse gegen den Klimawandel: einfach die Sonne „runterdimmen“

Wolken können die Erde vor zu viel Sonne schützen. 

© Christian Horz / Getty Images

von Gernot Kramper

27.03.2021, 08:34 Uhr

Die National Academies of Sciences der USA wollen das Solar Engineering erforschen. Wenn die Sonne einen Gang runterschaltet, wird der Klimawandel gebremst. Doch die Risiken sind groß.

Der Klimawandel hängt unmittelbar mit der Industrialisierung zusammen. Die zentrale Idee, ihn zumindest einzudämmen, ist es, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen extrem zu verringern. Hinzu kommen noch andere Ansätze: Etwa CO2 aus der Atmosphäre zu holen und abzuspeichern – sei es durch technische Anlagen wie den CO2-Staubsauger von Climeworks oder ganz klassisch durch Aufforstung. Dazu gibt es seit Langem Ideen, durch den Einsatz von mehr Technik direkt ins Klima einzugreifen. Dazu zählt etwa der Plan, die kalten Eismeere mit Mineralien zu düngen, damit sich dort mehr Biomasse bildet. Oder die Vorstellungen, durch spezielle Roboterschiffe eine höhere Wolkendichte zu erzeugen, die dann die Sonnenstrahlen reflektieren.

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Notbremse, wenn Reduktion nicht reicht

Die National Academies of Sciences (NAS) der USA fordern nun, dass ein 100-Millionen-Dollar-Forschungsprogramm zum solaren Geoengineering aufgelegt wird. Die NAS sind der Meinung, dass die Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe die zentrale Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel sei. Die Wissenschaftler fragen aber auch: Was passiert, wenn die Reduktion nicht ausreicht? Etwa weil sich schon zu viel CO2 in der Atmosphäre befindet.

Geoengineering in diesem Maßstab gilt als riskant, da es kaum möglich…