Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält einen weiteren Lockdown von 10 bis 14 Tagen für erforderlich. »Wenn wir die Zahlen nehmen, auch die Entwicklungen heute, brauchen wir eigentlich noch mal 10, 14 Tage mindestens richtiges Runterfahren unserer Kontakte, unserer Mobilität«, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten.

Nötig sei ein Lockdown ähnlich wie an Ostern im vergangenen Jahr. Er selbst würde auch lieber Ostern im größeren Kreis der Familie verbringen, sagte er. »Aber es geht halt dieses Jahr noch nicht.« Wenn es gelinge, diese Welle zu brechen, bevor sie im April zu groß werde, dann seien anschließend auch Öffnungsschritte möglich.

Die Intensivstationen füllten sich derzeit wieder mit Covid-19-Patienten, sagte Spahn. Darunter seien wegen der Impfungen zwar weniger ältere Menschen, dennoch müsse man nun weitere Wochen überbrücken. »Das kann noch mal sehr, sehr schwierig werden bis weit über die Belastungsgrenze hinaus, wenn wir diese Welle nicht brechen«.

Die Coronainfektionen in Deutschland steigen in Deutschland seit Tagen an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 124,9. Damit ist der Wert so hoch wie seit dem 19. Januar (131,5) nicht mehr. Darüber hinaus wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet.

Zugleich machte Spahn Hoffnung auf ein höheres Impftempo. Er gehe davon aus, dass Ende April oder Anfang Mai 80.000 bis 100.000 Arztpraxen impfen könnten, sagte er. Nach Ostern werde man beginnen, auch Hausärzte in die Impfkampagne einzubeziehen. Derzeit impfen Hausärzte nur in Modellprojekten mit. An der geplanten Ausweitung auf Hausärzte sollen laut Spahn zunächst bis zu 50.000 Praxen beteiligt sein.

Betriebsärzte sollen noch nicht impfen

Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sollen erst nach Hausärzten dazu kommen, sagte Spahn. »Ich kann nur um Geduld bitten. Noch…