Das niederländische Bergungsunternehmen Smit Salvage wird das im Suezkanal feststeckende Containerschiff »Ever Given« möglicherweise schon zu Wochenbeginn wieder flottmachen können. Etwas länger könnte es dauern, wenn Container entfernt werden müssen, um das Gewicht des gigantischen Schiffs zu reduzieren, sagte der Chef des Mutterkonzerns von Smit Salvage, Peter Berdowski, am Freitagabend im niederländischen Fernsehen.

»Mit unseren Schiffen vor Ort, dem bereits entfernten Sediment und der am Sonntagabend einsetzenden großen Flut wird es uns hoffentlich gelingen, das Schiff Anfang nächster Woche wieder freizubekommen«, sagte Berdowski in einer Talkshow. Zudem werde bereits ein Kran installiert, um Hunderte Container vom Vorderdeck zu entfernen.

Das 400 Meter lange und über 220.000 Tonnen schwere Containerschiff war am Dienstag in einem Sandsturm vom Kurs abgekommen und in Ufernähe des Suezkanals auf Grund gelaufen. Es blockiert seitdem den Wasserweg zwischen Rotem Meer und Mittelmeer, sämtliche Schiffe darin können nicht weiterfahren. Seit Mittwoch laufen die Bemühungen des ägyptischen Kanalbetreibers SCA auf Hochtouren, die »Ever Given« wieder freizubekommen. Befürchtet wird, dass sich die Bergungsarbeiten über Wochen hinziehen könnten.

Suezkanalbehörde: Fortschritte ja, aber Zeitpunkt unklar

Der SCA-Kanalbetreiber sagte dagegen am Samstagmittag, ein Zeitpunkt, wann das Schiff wieder freikomme, könne noch nicht genannt werden. Immerhin seien 9000 Tonnen an Ballastwasser von der gestrandeten »Ever Given« abgepumpt worden, Ruder und Propeller würden wieder funktionieren. Das Heck des gestrandeten Schiffs habe sich letzte Nacht vorübergehend bewegt. Insgesamt seien 14 Schlepper im Einsatz. Wenn es nicht gelinge, das Schiff wieder zum Schwimmen zu bringen, könne man versuchen, die Ladung des Schiffs zu verringern.

Optimistischer hatte sich der Chef des japanischen Schiffseigners Shoei Kisen, Yukito Higaki, gezeigt. Dieser hatte am Freitag auf einer…