Was sind Vulkane?

Als Vulkane bezeichnet man Öffnungen an der Erdoberfläche, aus denen zusammen mit Gasen geschmolzenes Gestein aus dem Erdinneren, sogenanntes Magma, austritt. Sobald sich das Magma an der Erdoberfläche befindet, wird es Lava genannt. Bekannt sind die großen Vulkankegel mit den typischen kreisförmigen Kratern. Vulkane können aber auch spalten- oder kesselförmig sein. Ursache für Vulkanismus ist zum einen die Plattentektonik: Bei dem Auseinandergehen oder Aufeinandertreffen von tektonischen Platten kann darunter liegendes Magma nach oben drängen. Zum anderen können sie auch innerhalb einer Platte an sogenannten Hot Spots auftreten. Die meisten Vulkane gibt es entlang des Pazifischen Feuerrings, von der südamerikanischen Westküste über Alaska und Japan bis nach Indonesien.

Welche Bedeutung haben Vulkanausbrüche für das Klima?

Vulkane mit heftigen, explosiven Eruptionen, deren Gas und Aschepartikel bis in die Stratosphäre gelangen, können eine weltweite Klimaveränderung verursachen. Besonders die aus vulkanischem Schwefeldioxid entstandenen Sulfatpartikel verweilen mehrere Jahre in der Atmosphäre und absorbieren einen Teil der Sonneneinstrahlung. Die Stratosphäre erwärmt sich dadurch, aber gleichzeitig führt die verminderte Strahlung zu einer Abkühlung der Erdoberfläche. So waren die Auswirkungen des Pinatubo-Ausbruchs auf den Philippinen 1991 noch einige Jahre später zu messen. Im Sommer 1992 bewirkte die Eruption ein Absinken der global gemittelten, bodennahen Lufttemperatur um etwa 0,5 Grad Celsius. In der Regel wirken diese Abkühlungseffekte jedoch nur kurzfristig und aufgrund schwankender Vulkanausbrüche auch sehr unregelmäßig.

Im Gegensatz dazu werden selbst bei kleinen Ausbrüchen neben Wasserdampf auch Kohlendioxid als bedeutende Treibhausgase in die Atmosphäre ausgestoßen. Dieser wärmende Einfluss auf das Klima ist gegenwärtig jedoch von geringer Bedeutung. Jährlich werden schätzungsweise 0,3 Milliarden Tonnen Kohlendioxid…