Biontech und Pfizer haben mit Studien zu Wirksamkeit und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern unter zwölf Jahren begonnen.

Bisher ist der Covid-19-Impfstoff, den das Mainzer Unternehmen zusammen mit dem US-Hersteller entwickelt hat, für Jugendliche ab 16 bedingt zugelassen. Nun wurden Kinder zwischen elf Jahren und sechs Monaten in die Studien einbezogen. Die ersten Probanden hätten am Donnerstag die ersten Dosen erhalten, berichteten Pfizer und Biontech.

Die Prüfung sei Teil der fortgeführten Studien der Phasen 1, 2 und 3, mit denen Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des Biontech-Pfizer-Impfstoffs BNT162b2 überprüft würden. Wenn alle Kriterien erfüllt werden und die Behörden die Zulassung genehmigen, könne der Impfstoff für jüngere Kinder Anfang 2022 verfügbar sein.

An Kindern zwischen 12 und 15 Jahren wird der Impfstoff als Teil der Phase 3 bereits getestet. 2259 Kinder in dieser Altersgruppe nehmen an dieser bereits im Juli gestarteten Studie teil. Die Daten seien vielversprechend und sollen bald veröffentlicht werden, berichten Biontech und Pfizer.

Erste vielversprechende Daten

Der Impfstoff der Firmen basiert auf der mRNA-Technologie. Bei der Impfung gelangt der Bauplan für typische Virusproteine verpackt in einer Fetthülle in den Körper. Die Körperzellen produzieren daraufhin die Virusproteine, das Immunsystem reagiert darauf und bildet Antikörper.

Bei jüngeren Kindern testen Biontech/Pfizer in ihren Prüfungen drei verschiedene Dosierungen. Ziel ist es, zunächst eine Dosis festzulegen, bei der das Mittel auch in den Körpern kleinerer Kinder wirksam ist, also einen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bietet und zugleich nicht zu starke Impfreaktionen hervorruft.

Impfreaktionen zeigen an, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden. Sie sind ungefährlich und verschwinden von allein wieder, sollten…