Das Saarland beendet nach Ostern den Shutdown. Ab dem 6. April wird es Öffnungsschritte in den Bereichen Gastronomie, Sport und Kultur geben, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest, sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag.

Die Öffnungen sollen demnach im Rahmen eines Modellprojekts landesweit erfolgen. Hans sprach von einem »derzeit moderaten« Infektionsgeschehen in dem Bundesland an der Grenze zu Frankreich. Die lang anhaltenden Einschränkungen stießen bei den Menschen immer mehr an ihre Grenzen.

Auch bei den wegen der Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen werde gelockert, kündigte der saarländische Regierungschef an. Bei privaten Treffen im Freien sollten bereits im ersten Schritt bis zu zehn Personen erlaubt sein. Auch Kontaktsport im Außenbereich sei dann wieder möglich, »immer in Kombinationen mit Testungen«, sagte Hans.

Für diesen Ausstiegsplan starte das Saarland ein Modellprojekt, sagte der CDU-Politiker. Bund und Länder hatten beim jüngsten Corona-Gipfel beschlossen, dass in Ländern und einzelnen Regionen zeitlich befristete Modellprojekte möglich sein sollen – »mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept, um einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen«.

Das Saarland habe für ein solches Modellprojekt beste Voraussetzungen, sagte Hans. Zum einen sei die Sieben-Tage-Inzidenz im kleinsten deutschen Flächenland mit derzeit um die 70 eine der niedrigsten bundesweit. Zum zweiten verfüge das Saarland bereits über eine gute Infrastruktur für Tests. Es gebe 41 Testzentren im Land, zudem böten mehr als 300 Ärzte und Apotheken kostenfreie Antigen-Schnelltests an. Das Saarland habe frühzeitig 2,5 Millionen Schnelltests bestellt.

Schließlich sei die Impfquote im Saarland mit knapp einer Million Einwohnern hoch. Bislang seien rund 150.000 Impfungen gegen das Coronavirus vorgenommen worden, davon um die 110.000 Erstimpfungen. Mit…