Die hohe Zahl der Coronafälle in Frankreich könnte bald Konsequenzen für Menschen haben, die aus dem Land nach Deutschland einreisen wollen. Das Robert Koch-Institut prüft wegen des starken Infektionsgeschehens im Nachbarland derzeit, Frankreich als Hochinzidenzgebiet zu bewerten. Zuerst hatte die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« darüber berichtet.

Ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, wäre damit Pflicht für die Einreise nach Deutschland. Die Maßnahme muss laut »FAZ« noch vom Außenministerium gebilligt werden, die Neueinstufung könnte aber bereits am Freitag erfolgen. Eine Konsequenz des Schritts wäre demnach, dass sich Berufspendler aus den grenznahen Regionen mehrmals wöchentlich testen lassen müssten.

Frankreich verschärfte Maßnahmen zuletzt wieder

Frankreich hatte zuletzt einen deutlichen Anstieg der Corona-Infektionen verzeichnet, am Dienstag waren binnen 24 Stunden 65.373 neue Ansteckungen registriert worden, deutlich mehr als an den Tagen zuvor. Nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Land derzeit bei 345 Infektionen pro 100.000 Einwohner. In Teilen Frankreichs, darunter auch die Hauptstadtregion, wurde deshalb ein Shutdown verhängt. Zahlreiche Geschäfte sind geschlossen, zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

Zuletzt waren auch zwei französische Ministerinnen erkrankt. Nach Arbeitsministerin Elisabeth Borne wurde am Mittwoch auch Kulturministerin Roselyne Bachelot mit Covid-19 in eine Klinik eingeliefert. Bachelot teilte am Donnerstag über Twitter mit, dass sie im Krankenhaus mit Sauerstoff behandelt werde.

Hochinzidenzgebiete sind nach RKI-Definition Risikogebiete mit besonders hohen Fallzahlen. Zur Einstufung als Hochinzidenzgebiet kommt es nach einer zweistufigen Bewertung. Bedingung ist demnach, dass es in den letzten sieben Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab und dass anhand weiterer Kriterien ein erhöhtes Infektionsrisiko erkennbar ist.

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