Quartalszahlen
Gamestop setzt künftig auf E-Commerce

Das Gamestop-Logo an der Fassade einer Filiale am Union Square in New York. Foto: John Minchillo/AP/dpa

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Nach der aufsehenerregenden Spekulationsschlacht an der Börse liefern die Quartalszahlen von Gamestop einen Realitätscheck. Der Explosion des Aktienkurses stehen sinkende Erlöse gegenüber.

Der durch spektakuläre Aktienturbulenzen bekannte Videospielhändler Gamestop leidet weiter unter Geschäftseinbußen.

In den drei Monaten bis Ende Januar sank der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro), wie die Firma am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Gewinn stieg aber – nicht zuletzt dank geringerer Ausgaben – von 21,0 Millionen auf 80,5 Millionen Dollar. Zudem legten die Online-Verkäufe um 175 Prozent zu. Die Markterwartungen wurden dennoch enttäuscht.

Gamestop kündigte in einem Strategie-Update an, sich weiter vom Geschäftsmodell einer klassischen Einzelhandelskette für Computerspielbedarf verabschieden zu wollen. Stattdessen will sich die Firma in eine Technologie-Unternehmen für Online-Gamer verwandeln. Passend dazu stellte Gamestop mit Jenna Owens eine Tech-Veteranin, die bereits für die Internetriesen Google und Amazon tätig war, als neue für das Tagesgeschäft zuständige Vorständin vor.

Gamestop hatte Anfang des Jahres durch eine regelrechte Spekulationsschlacht an der Börse für Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen steckt eigentlich schon länger in der Krise, doch angetrieben von im Internet organisierten Kleinanlegern hatten die Aktien eine atemberaubende Rally hingelegt. Das wiederum brockte Hedgefonds, die auf einen Kursverfall wetteten, enorme Verluste ein. Im Januar hatte die Aktie ein Rekordhoch von über 483 Dollar erreicht, zuletzt kostete sie nur noch 182 Dollar, was aber…