Twitter-Reaktionen
Merkels Entschuldigung sorgt für Verständnis – reicht aber bis zu einer möglichen Vertrauensfrage

Sehen Sie im Video: „C im Namen der CDU steht für Chaos“ – Twitter-Nutzer amüsieren sich über das Hin und Her der Osterregelungen.
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Die Idee der geplanten Osterruhe sei aus „bester Absicht“ entstanden, doch kaum umsetzbar gewesen, entschuldigt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und Twitter? Scheint so uneins wie der Rest der Bevölkerung.

Ein historischer Moment: Nach der erst am Anfang der Woche verkündeten sogenannten „Osterruhe“ – ein Ergebnis 15-stündiger Verhandlungen zwischen Bund und Ländern – entschuldigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute bei der Bevölkerung und dem Bundestag. Ein Fehler müsse „benannt und korrigiert“ werden und das möglichst rechtzeitig. Sie bedauere die zusätzliche Verunsicherung der Bevölkerung und bitte dafür alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung: „Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler. Denn am Ende trage ich, qua Amt, für alles die Verantwortung. Also auch für die am Montag getroffenen Entscheidungen zur Osterruhe.“ (Nachzulesen hier im Liveblog)

Im Rahmen einer Osterruhe sollten vom 1. bis 6. April alle Geschäfte geschlossen sein, lediglich der Einkauf im Supermarkt wäre am Karsamstag noch möglich gewesen. Diese Entscheidung durch die Ministerpräsidenten-Konferenz in der Nacht zu Dienstag sorgte weitestgehend für Verwirrung und Unverständnis. Den einen waren die Maßnahmen zu kurz und nicht hart genug. Bei den anderen ertönten besorgte Stimmen, die auf zu wenig Geld bei armen Familien am Monatsende hinwiesen; die Runde sei schlicht realitätsfern. Den Dritten reichten diese sechs Tage der härteren Corona-Maßnahmen als Grund dafür, von einem „Merkel-Regime“ zu sprechen. Kurz: Richtig recht machen konnten die Bundeskanzlerin und ihre 16 Ministerpräsident:innen es niemandem.