Nach der massiven Kritik an den Oster-Beschlüssen der Bund-Länder-Runde Anfang der Woche will Kanzlerin Angela Merkel kurzfristig erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. In Kürze werde es eine Schalte Merkels mit den Regierungschefs geben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin. Dabei werde es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen. Unmut hatte sich vor allem daran entzündet, dass nach den stundenlangen Corona-Beratungen in der Nacht zum Dienstag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen war.

„Die Stimmung ist unterirdisch“, hieß es bei einem großen Wirtschaftsverband. Verzweifelte Unternehmer, Personalchefs oder Logistiker wollten nun wissen, was sie tun sollen – und was nun gilt. In vielen Verbänden und Firmen wird mit großer Spannung darauf gewartet, was genau die „Ruhetage“ bedeuten.

Beispielloser Schritt in der Pandemie

In der Marathonsitzung hatten Merkel und die Regierungschefs der Länder überraschend beschlossen, das wirtschaftliche und öffentliche Leben über Ostern weitgehend herunterzufahren – ein beispielloser Schritt in der Pandemie. Ziel ist es, die dritte Corona-Welle zu brechen. Der Gründonnerstag (1. April) und der Karsamstag (3. April) sollen in diesem Jahr einmalig als „Ruhetage“ gelten. Am Karsamstag sollen nur Lebensmittelgeschäfte öffnen dürfen.

Heißt das also, dass nun in vielen Betrieben nicht gearbeitet wird, kann dies zu einem Produktionsstopp in Industriefabriken führen? Was bedeutet dies für internationale Lieferketten? Und was für die Mitarbeiter, Stichwörter Feiertagszuschläge oder Entgeltfortzahlung? Darüber herrscht bei vielen Verbänden Ratlosigkeit. Viele Briefe an Ministerien wurden verschickt. Antworten blieb die Regierung am Tag nach der Bund-Länder-Runde schuldig. Das Bundesinnenministerium soll nun bis zum Abend eine Musterverordnung erarbeiten, um die vielen Fragen zu klären.

Ein Cafe-Besitzer in Friedberg beim Beschriften seiner „Preistafel“

„Plötzliche…