Inmitten einer neuen Welle der Coronapandemie kämpft Peru mit dem schwersten Denguefieber-Ausbruch seit Jahren. An der Krankheit seien seit Anfang des Jahres bereits sieben Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Mehr als 12.000 Menschen seien erkrankt – ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ministerium gab deshalb eine epidemiologische Warnung heraus.

Bereits im Februar 2020 wurde für die Regionen Loreto, Madre de Dios und San Martín ein gesundheitlicher Notstand ausgerufen, weil die Dengue-Fälle dort massiv zugenommen hatten. Die Epidemie betrifft den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge inzwischen ein Drittel des Landes, einschließlich der Hauptstadt Lima.

Dengue-Viren werden von Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) übertragen. Wer erkrankt, hat meist Grippe-ähnliche Symptome: hohes Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen. In besonders schweren Fällen kann es unter anderem zu Bauchschmerzen, blutenden Schleimhäuten oder anhaltendem Erbrechen kommen. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, daher sind Mückenschutzmittel entscheidend bei der Vorbeugung. Zwar ist ein Impfstoff auch in der EU zugelassen, »wird in der Reisemedizin aber nicht eingesetzt, da eine Impfung nur für Bewohner von Endemiegebieten in Frage kommt«, heißt es auf der Seite Tropeninstitut.de.

Denguefieber gilt als die weltweit häufigste und sich am schnellsten ausbreitende durch Mücken übertragene virale Erkrankung. Nach Expertenschätzungen infizieren sich jährlich zwischen 284 bis 528 Millionen Menschen mit dem Erreger. Auch in Europa sind vereinzelt Fälle bekannt geworden.

In Peru wurde die Krankheit zum ersten Mal 1984 entdeckt und ist seitdem endemisch geworden. Nach Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho) sind Lateinamerika und die Karibik seit 2019 mit einem stetigen Anstieg der Fälle konfrontiert.

Die Dengue-Epidemie sucht Peru inmitten der zweiten Coronawelle heim. Bislang meldete das südamerikanische Land laut…