Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für die von ihr vorgesehene – und nun wieder gekippte – Osterruhe entschuldigt. Die Idee eines Oster-Shutdowns sei mit bester Absicht beschlossen worden, sagte Merkel. »Dennoch war die Idee einer Osterruhe ein Fehler.«

Bei der Bund-Länder-Runde vom Montag hatte Merkel mit den Länderchefinnen und Länderchefs zunächst einen umfangreichen Einschnitt über die Ostertage beschlossen. Die Kanzlerin hatte die Schalte sechs Stunden lang pausiert, um in Nebenrunden nachzuverhandeln, mehrere Ministerpräsidenten blieben dabei außen vor. Dann wurde die Runde mit dem Vorschlag zur Osterruhe überrascht.

Zur Bekämpfung der Pandemie sollte das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben in Deutschland so stark heruntergefahren werden wie nie zuvor in der Krise. Es war vereinbart worden, ab Gründonnerstag das Leben in Deutschland nahezu komplett herunterzufahren. Wie genau dies juristisch umgesetzt werden sollte, blieb allerdings unklar – etwa, ob »Ruhetage« juristisch wie Feiertage zu bewerten wären.