Sie sollen Verbindungen zum Prediger Fethullah Gülen haben, der von der türkischen Regierung für den gescheiterten Putschversuch vor vier Jahren verantwortlich gemacht wird: Sicherheitskräfte haben mindestens 150 Menschen festgenommen. Die meisten seien aktive Soldaten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag.

Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation. Insgesamt wurde Anadolu zufolge die Festnahme von 184 Verdächtigen in 53 Provinzen angeordnet. Gülen lebt in den USA im Exil.

Seit dem Putschversuch wurden in der Türkei Zehntausende Menschen verhaftet und mehr als 100.000 Staatsbedienstete entlassen. Allein 20.500 Mitarbeiter der türkischen Streitkräfte wurden nach offiziellen Angaben vom Dienst enthoben.

Am Abend des 15. Juli 2016 hatten Teile des Militärs gegen die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan geputscht. In Istanbul und der Hauptstadt Ankara gab es Gefechte zwischen Putschisten und staatstreuen Sicherheitskräften. Die Putschisten setzten Panzer und Kampfjets ein. Sie feuerten unter anderem auf Zivilisten, die sich ihnen entgegenstellten und damit einem Aufruf Erdoğans gefolgt waren.