Reisen
Mallorca statt Schwarzwald – Deutsche Touristiker enttäuscht

«Hier ruht ein touristischer Betrieb», steht auf einem Protestplakat des Hotelverbands der Ostseeinsel Usedom. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Kein Geschäft zu Ostern und möglichst keine Reisen im In- und Ausland. Die Beschlüsse des Corona-Gipfels sorgen in der Reisebranche für Empörung. Einen kleinen Lichtblick gibt es nur am Mittelmeer.

Entsetzen und Verzweiflung in der deutschen Reisebranche: Nach der Entscheidung des Corona-Gipfels, den Lockdown bis Mitte April zu verlängern, hagelt es Kritik.

«Erneut lassen Bund und Länder den Deutschlandtourismus ohne jegliche Perspektive im Regen stehen», sagte Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes.

Das Ostergeschäft zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen ist verloren. Den Fluggesellschaften und Pauschalreiseveranstaltern ist es zumindest gelungen, die pauschale Quarantäne für heimkehrende Passagiere aus Nichtrisikogebieten zu verhindern. Die Branche sicherte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu, die Osterurlauber vor der Heimkehr zu testen. Lufthansa, Eurowings, TUI und Condor kündigten entsprechende Bemühungen zur Umsetzung an.

Bund und Länder hatten sich bei dem Gipfel darauf verständigt, grundsätzlich weiter von touristischen Reisen im In- und Ausland abzuraten. Der Deutsche Tourismusverband kritisierte, der Branche mit fast 3 Millionen Beschäftigten sei eine Strategie versprochen worden, wann und unter welchen Bedingungen sicheres Reisen wieder möglich ist. «Davon ist weit und breit nichts erkennbar. Kein Plan, keine Strategie, nicht einmal ein kleines Signal für sicheres Reisen im eigenen Bundesland», sagte Verbandsgeschäftsführer Kunz.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dirk Dunkelberg, sagte SWR…