Frankreich hat Lu Shaye, den chinesischen Botschafter in Paris, einbestellt. Das Außenministerium werfe dem Diplomaten »inakzeptable« Äußerungen vor, teilte es mit. Die chinesische Botschaft in Paris hatte auf Twitter einem französischen Forscher eine »antichinesische« Haltung unterstellt und ihn unter anderem als »kleinen Ganoven« bezeichnet. Außerdem hatte der Botschafter den Angaben zufolge scharfe Kritik an französischen Parlamentariern geübt, die nach Taiwan reisen wollten.

Lu Shaye war der Aufforderung zu einem klärenden Gespräch am Montag zunächst nicht gefolgt. Das französische Außenministerium wirft ihm »Beleidigungen und Drohungen« vor allem gegen den China-Experten Antoine Bondaz von der Stiftung für strategische Studien (FRS) vor.