Angesichts der vielen Deutschen, die über Ostern auf Mallorca Urlaub machen werden, hat die Bundesregierung angekündigt, die Lage auf der Insel dauernd zu beobachten. Man werde darauf schauen, ob sich Infektionsrisiken zeigen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Nacht zum Dienstag nach den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Pandemie. »Es gab ja auch erste Informationen, dass dort die brasilianische Mutante aufgetaucht ist. Das wird etwas sein, was wir sehr genau untersuchen.«

»Insgesamt ist durch die Tatsache, dass es Übernachtungsmöglichkeiten auf Mallorca gibt, eine nicht einfache Lage eingetreten«, sagte Merkel. Die Rechtslage sei »verzwickt«. Die Kanzlerin erneuerte den Hinweis an die Bürger, »dass man eben nicht reisen sollte in diesem Jahr«.

Für den Urlaubsreiseverkehr haben Bund und Länder nun neue Hürden beschlossen: Fluggesellschaften sollen künftig alle Urlaubsrückkehrer bereits vor dem Abflug auf das Coronavirus testen, um eine weitere Ausbreitung der Pandemie zu bremsen: Von den Fluglinien würden »konsequente Tests« von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien erwartet, heißt es in dem Bund-Länder-Beschluss.

Zudem wolle die Bundesregierung eine generelle Testpflicht für Flugreisende nach Deutschland einführen – unabhängig vom Infektionsgeschehen im Startland. Das Infektionsschutzgesetz solle dahingehend geändert werden, dass ein Test zur Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland wird.

Auf Mallorca gilt derzeit eine Inzidenz von unter 30 Fällen je 100.000 Einwohner, das Auswärtige Amt hatte entsprechend eine Reisewarnung aufgehoben – die Insel ist nicht länger Risikogebiet.

Damit entfiel auch die Testpflicht und die Quarantäne für Rückkehrer. Das hat zu einem Buchungsboom geführt, aber auch zu hitzigen Diskussionen, ob man damit einen neuen Infektionsherd riskiert. Deswegen standen bei den Beratungen von Bund und Ländern…